
KI-gestützte Eindringversuche in Regierungsnetzwerke zeigen, wie Frontier-Modelle die Cyber-Spionage verändern
Forscher fanden eine aktive chinesische Infiltrationskampagne, die Claude Code und DeepSeek nutzte, um Teile von Spionageoperationen gegen Regierungssysteme und Finanzunternehmen zu automatisieren. Die Betreiber waren mit der TencShell-Infrastruktur verbunden und setzten den Berichten zufolge die Modelle ein, um bei der Ausführung, der Sitzungs-Persistenz und dem Schlussfolgern über mehrere Phasen des Eindringens zu helfen. Belege aus wiederhergestellten Protokollen deuteten auf Angriffe in Afghanistan, Thailand und Taiwan hin, zudem auf Aufklärung gegen US-Portale und auf Ziele im Finanzdienstleistungssektor in mehreren Regionen. Die Geschichte ist wichtig, weil sie die KI-Sicherheitsdebatte von der Theorie in die operative Nutzung durch einen fortgeschrittenen Akteur verlagert. Sie legt außerdem nahe, dass große Sprachmodelle die Zeit zwischen Aufklärung, Ausnutzung und nachfolgenden Aktivitäten verkürzen können. Für Verteidiger ist dies eine Warnung, dass KI-gestützte Angreifer schneller und mit weniger technischem Reibungsverlust skalieren können, als traditionelle Teams erwartet haben.
Quellen
- Von Claude Code und DeepSeek angetriebene chinesische Cyber-Spionage-Kampagne — Security Affairs
- 🇨🇳 Mutmaßliche chinesische Betreiber nutzen Claude Code und DeepSeek, um Regierungssysteme in vier Ländern zu kompromittieren — /r/cybersecurity
- 🇨🇳 Ein Header-Fingerprint sprang zu 13 Hongkonger Servern über 4 ASNs hinweg, Regierungs- und Finanzziele in mehreren Regionen — threat intelligence


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