U-Boot und alte Secure-Boot-Shims legen ein langjähriges Firmware-Vertrauensproblem offen
Forscher haben sechs Schwachstellen in U-Boot offengelegt und separat gezeigt, dass 11 von Microsoft signierte UEFI-Shim-Bootloader Secure Boot weiterhin untergraben können. Diese Probleme in der Boot-Kette sind relevant, weil sie Angreifern ermöglichen, Code auszuführen, bevor das Betriebssystem startet, was Erkennung und Entfernung deutlich schwieriger macht als bei normaler Malware. Der Shim-Befund ist besonders bemerkenswert, weil die signierten Loader alt waren, von Microsoft vertraut wurden und trotz Widerrufsmaßnahmen auf vielen Systemen weiterhin weit verbreitet vorhanden sind. Die U-Boot-Fehler betreffen Embedded-Hardware, Router, Kameras und andere Geräte, auf denen ein großer Teil der Infrastruktur des Internets läuft. Das ist wichtig, weil Schwachstellen in der Boot-Kette dauerhafte Kompromittierungswege schaffen können, die Festplattenlöschungen und herkömmlichen Endpunktschutz überstehen. Die zusammengefassten Berichte zeigen, dass die Sicherheit von Firmware und Bootloadern sowohl für Verbraucher- als auch für Unternehmenshardware weiterhin ein kritischer blinder Fleck bleibt.
Quellen
- Kritische U-Boot-Fehler untergraben Secure Boot auf Millionen von Geräten — Security Affairs
- 6 U-Boot-Schwachstellen ermöglichen es Angreifern, den Boot-Prozess zu übernehmen — Vulnerability – InfoTech News
- Niemand weiß, wie viele alte Shims UEFI Secure Boot noch umgehen können — Help Net Security
- 11 alte signierte UEFI-Shims haben Secure Boot auf Millionen von PCs gerade ausgehebelt — Latest Hacking News
Aktualisierung: 19/07/2026
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